FDP KV Neuburg-Schrobenhausen - 2008 Kommunalwahlkampf

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  • 2008 Kommunalwahlkampf

    (15.12.2010)

    04.01.2008 Schrobenhausener Zeitung


    Fünf Listen liegen schon im Landratsamt


    Schrobenhausen (jsp) Zwei Parteien lassen ihre Spitzenkandidaten im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen der geneigten Wählerschaft Wünsche für das neue Jahr ausrichten. Dabei könnten es schon insgesamt fünf sein.

    Die CSU lässt schon einmal die Sektkorken knallen. Drei Monate vor der entscheidenden Kommunalwahl. Der Korken fliegt zunächst ausschließlich auf dem Plakat zum Jahreswechsel direkt auf den Namen des Mannes zu, der für die Christsozialen das Amt des Landrates erringen will. Gleich nebenan wünschen ganz familiär Roland Weigert, der Landratskandidat der Freien Wähler (FW), mit Frau Gabi und dem niedlichen Jagdhündchen auf dem Arm ein erfolgreiches Jahr 2008.

    Erfolg wünschen sich im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen die Vertreter von derzeit noch fünf Parteien und Wählerlisten, die ihre Kandidaten bereits beim Landratsamt in Neuburg für die Kommunalwahl am 2. März offiziell angemeldet haben. Ob noch weitere folgen werden oder nach Unterlagen nachgesucht haben, will der neue Pressesprecher des Landratsamtes, Florian Huber, auf Anfrage noch nicht sagen. Er verweist auf den Wahlleiter des Landkreises. Robert Knöpfle werde erst nach Ablauf der Einreichungsfrist – also am Freitag, 11. Januar – die eingereichten Wahlvorschläge öffentlich machen. Auch die Namen der bis dahin genannten Landratskandidaten würden dann veröffentlicht.

    Öffentlich nominiert haben inzwischen die CSU (Josef Konrad), die FW (Roland Weigert), die SPD (Michael Kettner), die Bündnisgrünen (Karola Schwarz) und die FDP (Lothar Klingenberg) ihre Landratskandidaten. Auch die Listen der Gruppen für die Kreistagswahl wurden schon in öffentlichen Versammlungen diskutiert und abgestimmt.

    Nicht anders sieht es in der Stadt Schrobenhausen aus. Dort haben inzwischen sieben Listen und Parteien ihre öffentlichen Nominierungsversammlungen hinter sich gebracht: CSU, SPD, FW, DU, Pro Sob, BVS und die FDP. Alle haben versucht, die ihnen zur Verfügung stehenden 24 Plätze auf dem Wahlschein für den Stadtrat zu füllen. Noch Ende September hatte auch der Kreisverband der Bündnisgrünen angekündigt, mit Neulingen den Sprung in den Schrobenhausener Stadtrat wagen zu wollen. Seither ist allerdings nichts mehr von dem Vorhaben an die Öffentlichkeit gedrungen.

    Im Schrobenhausener Rathaus sind bislang die Unterlagen von fünf Listen und Parteien eingegangen. Weiter will sich auch der Schrobenhausener Wahlleiter, Hauptamtsleiter Herbert Beck, noch nicht in die Karten schauen lassen. Nur soviel gibt er schon einmal preis: Eine sechste Gruppe stehe kurz vor der Abgabe ihrer Wahlvorschläge bei der Stadtverwaltung. Von der siebten Gruppe wisse er lediglich aus der Schrobenhausener Zeitung, dass noch Unterlagen bei ihm eingehen sollten. Näheres habe er dazu aber noch nicht gehört.

    Das sei allerdings auch nicht so problematisch, erklärt Beck. Schließlich könnten die Unterlagen noch bis zum kommenden Donnerstag, 10. Januar, pünktlich bis 18 Uhr im Rathaus eingereicht werden. Am Tag darauf werde er – genau wie Knöpfle in Neuburg – die eingereichten Wahlvorschläge bekannt geben. Danach tage der fünfköpfige Wahlausschuss und beschließe, welche Wahlvorschläge nach eingehender formaler Prüfung auch wirklich ihren Weg auf den Wahlzettel finden werden. Voraussichtlich Mitte Februar, so schätzt Beck, würden die geprüften und zugelassenen Wahlvorschläge der Öffentlichkeit offiziell bekannt gemacht werden können.


    von Jürgen Spindler