FDP KV Neuburg-Schrobenhausen - Neujahrsempfang mit Minister Heubisch am 6. 2. 2011
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Neujahrsempfang mit Minister Heubisch am 6. 2. 2011
(07.02.2011)
Für Leute mit starken Nerven
Übte auch Selbstkritik in Ingolstadt: Staatsminister Wolfgang Heubisch beim Neujahrsempfang der FDP. Foto: Volker Linder
Ingolstadt Wolfgang Heubisch hatte viel Lob mit nach Ingolstadt gebracht. Besonders begeistert zeigte sich der Staatsminister beim gemeinsamen Neujahrsempfang der FDP-Kreisverbände Pfaffenhofen, Ingolstadt, Neuburg und Eichstätt von der Erfolgsgeschichte der Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dem anwesenden Präsidenten Gunter Schweiger bescheinigte er eine „hervorragende Zusammenarbeit“.
Doch Heubisch verschwieg auch nicht die schwierige Situation, in der sich die Liberalen momentan befinden. In Bezug auf die Landesausstellung zu Napoleon 2015 im Ingolstädter Schloss äußerte sich der Minister ermutigend.
Gemeinsame Veranstaltung der Kreisverbände in der Region
Die Zahl der Besucher im Ingolstädter Theaterrestaurant war mit Blick auf die gemeinsame Veranstaltung der Kreisverbände der Region überschaubar. Gekommen waren neben Heubisch unter anderen auch Joachim Genosko von der CSU als Vertreter für die Stadt. Die notorischen Schwierigkeiten zwischen der Ingolstädter Stadträtin Christel Ernst und dem Kreisvorsitzenden Philipp Philippson wurden nichtöffentlich zum Thema. Beide hielten neben Genosko ihre kurzen Grußworte und überließen Heubisch das Wort. „Der Zustand meiner Partei ist nicht so optimal“, sagte der Minister. Gegen die schlechten Umfragewerte mahnte er mehr öffentliche Kommunikation an: „Wir müssen auch mal raus, und auch mal darstellen, was in dieser Republik seit dem Wechsel zu einer bürgerlichen Koalition in Berlin und auch in Bayern erfolgt ist.“ Man müsse die Erfolge deutlicher machen. „Der Liberalismus braucht Leute mit starken Nerven“, zitierte er Otto Graf Lambsdorff. Heubisch zeigte sich aber überzeugt, das „Tal der Leiden“ bereits durchschritten zu haben.
Mit Blick auf die Ingolstädter Blamage bei der Bewerbung um die Landesausstellung zum Thema Bier 2016 betonte der Minister, dass Aldersbach in Niederbayern „mit Abstand die beste Bewerbung abgegeben“ habe.
Doch die Landesausstellung 2015 über Napoleon könnte ein Trostpflaster werden. Heubisch ließ durchblicken, dass Ingolstadt aller Voraussicht nach den Zuschlag bekommen wird.
Gute Chancen für Sanierung des Zeughauses
Auch die Chancen für das marode Zeughaus, das zum Schloss gehört, stehen nicht schlecht. „Wenn wir eine Landesausstellung machen, ist klar, dass im Vorfeld eine Menge Renovierungen auf höchstem Niveau stattfinden werden“, so Heubisch.
von Volker Linder
