FDP KV Neuburg-Schrobenhausen - Podiumsdiskussion

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  • Podiumsdiskussion

    (15.12.2010)

    21.02.2008 DK


    Unterschiedliche Temperamente


    Schrobenhausen (woe) Fünf Kandidaten, fünf Temperamente – im Verlauf der fast zweieinhalbstündigen Podiumsdiskussion bekamen die Zuhörer nicht nur einen Überblick über die aktuellen politischen Themen im Landkreis geboten. Sie erhielten auch einen Eindruck der fünf sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, die sich am 2. März zur Wahl stellen.

    CSU-Kandidat Josef Konrad, der 52-jährige Landwirtschaftsdirektor, präsentierte sich als sehr ernsthafter, nachdenklicher und gut informierter Diskutant, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Dass er kaum einen Angriff seiner Mitbewerber zum Gegenangriff nutzte, ließ vor allem den SPD-Kandidaten Michael Kettner und den FW-Mann Roland Weigert deutlich kämpferischer erscheinen.

    Kettner, der bereits zum dritten Mal für den Landratsposten kandidiert, zeigte in der Stadthalle nicht die leisesten Ermüdungserscheinungen. Im Gegenteil: Der 55-jährige Berufsschullehrer aus Neuburg ist mittlerweile zum routinierten, gelassenen und auch witzigen Wahlkämpfer gereift, der vor keinem Angriff zurückschreckt, manchmal aber auch zum Monologisieren neigt.

    Der FW-Bewerber Roland Weigert, 39-jähriger Wirtschaftsreferent im Landratsamt, trat ebenso forsch wie angreiferisch auf und brachte vor allem mit seinen Attacken gegen CSU-Mann Konrad immer wieder Würze in die Diskussion. Insgesamt recht souverän war die Präsentation von Lothar Klingenberg, der es sogar verstand, seinen Wechsel von den Grünen zur FDP glaubhaft zu erklären.

    Eine gute Figur machte nicht zuletzt Karola Schwarz von den Grünen. Die 36-jährige Agrarmanagerin aus Neuburg zeigte eine starke soziale Ader und schlug sich tapfer durch alle Fragerunden. In der letzten, in der alle Kandidaten ihr eigenes Wahlergebnis voraussagen sollten, tippte sie auf bescheidende fünf Prozent. Klingenberg will für die FDP sechs Prozent holen, Kettner schätzt sich und die SPD auf 33 Prozent, FW-Mann Weigert sieht sich bei 34 Prozent und rechnet mit einer Stichwahl. Und Josef Konrad prognostiziert ganz in CSU-Manier: 50 Prozent plus X.


    von Eleonore Wöhrle