FDP KV Neuburg-Schrobenhausen - Über wie viele Brücken magst du gehen?

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  • Über wie viele Brücken magst du gehen?

    (11.08.2011)  


    03.03.2011 DK

    Mit Ringstraßen gegen den Kollaps




    Heftig diskutiert Neuburgs FDP ihr Verkehrskonzept für die Innenstadt bei den liberalen Stadtgesprächen. - Foto: Heumann

    Neuburg (DK) Ring statt Stau: Neuburgs FDP entdeckt für sich das vor zehn Jahren also doch nicht so ganz ad acta gelegte "Bessere Verkehrskonzept" neu, findet an vielem von damals aktuell wieder Gefallen.

    Fernziel bleibt wohl die zusätzliche Donau-Querung, die sich die Liberalen eher unter dem Fluss denn als aufwendiges Brücken-Konstrukt vorstellen können. Das zeigte sich bei dem liberalen Stadtgespräch am Mittwochabend. Kurz- und wohl auch mittelfristig wird’s anderer Konzepte bedürfen, um den temporären, auffallend eng mit Schulbeginn und -ende verbundenen Innenstadt-Kollaps zu vermeiden – vor allem auch um die Attraktivität der sogenannten City zu stärken. Der Trend nämlich, zeigt sich FDP-Mann Andreas Schwierz bei der Gesprächsrunde überzeugt, gehe wieder dorthin zurück. Auch in Neuburg.
    Ausgehend von dem im vergangenen Jahr von einer Stadtrats-Arbeitsgruppe verabschiedeten Abschlussbericht Verkehrsentwicklung, scheint sich für die FDP jetzt der Kreis zu schließen, und zwar ausgesprochen kreisförmig in Richtung Innenstadt-Ring – mit Luitpold- und Hirschenstraße als den beiden Hauptachsen und in Einbahnstraßen verwandelt. Idealiter würde der Verkehr dann hinter dem Bootshaus über eine zweite Brücke oder auch einen Donautunnel kreuzungsfrei aus der Innenstadt abfließen. Bis zu diesem fernen Zeitpunkt müsse aber mit dem Rest des Konzeptes auf keinen Fall gewartet werden. Auch so schon sollten sich wesentliche Verbesserungen einstellen. Ein zweiter Ring etwa würde parallel noch zur Ingolstädter Straße das gesamte Areal zwischen dieser und dem Damm umkreisen.

    Die beiden Ringe passten umso besser in Augen der Liberalen, kommen auch noch die anderen Schwerpunkte aus dem kommunalen Ziele-Papier zum Tragen: Am Ende des Donaukais und als Gegenstück auf dem Areal der Lassigny-Kaserne sollen die zwei zentralen Sammelpunkte für die Schulbusse entstehen. Anders als vor zehn Jahren noch im "Besseren Verkehrskonzept" würde die Luitpoldstraße dann vom Busverkehr weitestgehend befreit, so die Vorstellung der Liberalen. Statt den Hofgarten angreifen zu müssen, könne es sogar mehr Grün geben – und mehr Parkplätze zusätzlich.

    An der Einmündung Monheimer Straße und am Wirdeiereck sollen Kreisverkehre einen reibungslosen Verkehrsfluss sichern, ebenso die Vorfahrt der Münchener Straße stadtauswärts links abknickend in die Hechtenstrasse. Die Einbahn-Richtung in der Rosenstraße würde nach diesen Überlegungen umgedreht, das kurze Verbindungsstück zwischen Färber-/Schmidstraße und Hirschenstraße zugemacht, um ungewollte Abkürzungen zu verhindern. Und schon die allerersten Verkehrsplaner vor zehn Jahren meinen berechnet zu haben, dass ausreichend Fußgängerampeln mit einer grünen Welle für den fließenden Verkehr gekoppelt werden könnten, fließe dieser mit erwünschten 30 Stundenkilometern durch die Innenstadt – nicht schneller, aber eben auch nicht langsamer und ohne Staus. Würden auch die Wege auf mancher Strecke etwas länger, der Benzinverbrauch würde durch den Wegfall der Staus allemal geringer, so die Liberalen. Und anders als Brücke oder gar Donautunnel gäbe es all diese Maßnahmen relativ günstig und rasch realisierbar.

    Donaukurier